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26 Mai 2022

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Heiraten in Heidekulisse

Neues Trauhaus in Lachendorf

11.03.2022

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Foto: iPanomedia

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Das Ja-Wort geben, die Ringe tauschen, mit einem Kuss das Eheversprechen besiegeln und dann nichts wie ab zum Sekt mit den Verwandten und Freunden. Die Hochzeit zählt zu den ganz besonderen Momenten im Leben und verdient einen Rahmen, der dieser herausragenden Bedeutung gerecht wird. Für die 80 bis 90 Paare, die im Jahr in der Samtgemeinde Lachendorf den Bund fürs Leben eingehen, ist dieser Rahmen jetzt neu gesteckt worden: mit einem Trauhaus, das Romantik und Eleganz verbindet.

Es handelt sich dabei um einen umgebauten Holztreppenspeicher auf dem Gelände des traditionsreichen Olen Drallen Hof im Lachendorfer Ortskern. Dieser Speicher ist ein regional äußerst typisches Bauwerk, das sich auf vielen Bauernhöfen in der Heide findet, hier allerdings nicht zum ursprünglichen Hof-Ensemble gehörte, sondern nachträglich Bauteil für Bauteil von einem anderen Ort „importiert“ und originalgetreu wiederaufgestellt wurde.

Der Ausbau des Speichers zum neuen Trauhaus ist Teil eines größer angelegten Plans, der durch Städtebauförderung unterstützt wird und zum Ziel hat, das Ortszentrum Lachendorfs zu beleben und durch kulturelle Angebote Plätze der Begegnung und des Austauschs zu schaffen. Auch die anderen Gebäude des Hofs werden künftig für neue Nutzungen und den öffentlichen Zugang vorbereitet werden.

Nähert man sich dem neuen Trauhaus, fühlt man sich sofort in ein Fleckchen Heidewunderland versetzt. Denn der Speicher mit seiner rustikalen Optik ist jetzt integriert in eine Außenanlage, die eine Heide-typische Bepflanzung präsentiert und sich als idealer Ort für Hochzeitsgesellschaften anbietet, die auf ihr Brautpaar warten, um direkt nach der Trauung an Ort und Stelle auf das frische Glück anzustoßen.

Teil dieses Hochzeitsgartens ist auch ein kleines Amphitheater, das eine schöne Kulisse für spektakuläre Hochzeitsfotos bietet. Es könnte zudem in Zukunft auch als echter Aufführungsort dienen und beispielsweise eine Station für die „Landpartie“ des Celler Schlosstheaters werden.

Symbolträchtig erweist sich die Anordnung der Türen im Trauhaus. Während man es an der Frontseite durch zwei getrennte Eingänge betritt – also als zwei Menschen vor ihrer Eheschließung –, verlässt man es gemeinsam durch eine Terrassentür, die in den Garten führt.

Die Gestaltung des Trauzimmers erscheint in gelungenem Kontrast zur rustikalen Gebäudehülle. Der Innenraum setzt auf einen eleganten Look, in dem es sich auch in festlicher Kleidung wohlfühlen lässt. Die zwarten Lilatöne des Farbkonzepts greifen dabei das Heidethema der Außengestaltung wieder auf.

Im Rahmen der Baumaßnahme wurde der Speicher komplett entkernt und mit neuem Fußboden, neuer Decke und entsprechender Dämmung versehen. Ein echtes Highlight der Effizienz ist die Heizung, die als Infrarotanlage ausgeführt ist. Sie bietet den Vorteil, anlassbezogen und sehr kurzfristig für eine einzelne Trauung hochgefahren werden zu können – übrigens auch per App aus der Ferne. So lässt sich in nur etwa zehn Minuten eine angenehme Raumtemperatur erzeugen, die darüber hinaus auf einer wohligen Wärme basiert, wie wir sie von Kaminöfen kennen. Der Clou: Es entstehen dabei pro Trauung lediglich Heizkosten von 1,50 Euro.

Wenn hier also in Zukunft das eine oder andere Ja-Wort etwas zittrig ausfällt, liegt das auf keinen Fall am Raumklima, sondern ist Zeichen dafür, wie besonders dieser Moment in diesem besonderen Umfeld eben ist.

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