Juwel fürs Idyll
Lobetal bezieht Neubau in Altencelle
27.04.2026
Die Lobetalarbeit ist eine echte Celler Instanz: Sie kümmert sich um Menschen mit vornehmlich geistigen Einschränkungen, bietet ihnen Wohnraum in den eigenen Einrichtungen und hilft mit, das Leben in Beschäftigung und Würde selbstbestimmt zu gestalten. Nicht anders am Standort Altencelle, wo die Wohnanlage jetzt durch einen Neubau aufgewertet wurde. Das neue Wohnheim umfasst 48 Plätze und ersetzt mehrere ältere Gebäude, die aufgrund ihrer veralteten Bausubstanz und Haustechnik abgerissen wurden.
Das neue, zweigeschossige Gebäude besteht aus zwei V-förmigen Wohnflügeln und ermöglicht es jeweils 12 Personen in familienähnlichen Strukturen zu leben. Der Lobetalarbeit war es wichtig, mit dem neuen Gebäude die Zweigeinrichtung auszeichnende Dorfstruktur zu erhalten und zu stärken. Die Außenfassade ist mit roten Ziegelsteinen gestaltet und greift die Gestaltung der umliegenden Bestandshäuser auf. Als wiederhergestelltes Gebäudeensemble bietet die Anlage als eine Art „Ort im Ort“ sowohl Schutz und Intimität als auch die Chance zur Begegnung und zur Öffnung nach außen.
Neu und alt bilden hier gemeinsam einen regelrechten Dorfplatz – einen Ort, an dem man alltäglich zusammenkommen kann. Diese Funktion wurde schon erfolgreich genutzt, als Ende letzten Jahres eine Adventsfeier veranstaltet wurde.
Die gegenüberliegende Gebäudeseite ist zur „Baker-Hughes-Straße“ hin ausgerichtet. Hier gibt es im Obergeschoss einen großzügigen Balkon und einen Außenfahrstuhl, der es auch Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ermöglicht, unkompliziert den Garten zu nutzen.
Im Gebäude selbst befinden sich 48 rollstuhlgerechte Einzelzimmer. Für jeweils zwei Zimmer steht ein Bad zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in dem Haus vier großzügig gestaltete Pflegebäder mit speziellen Badewannen. Die Wohn- und Esszimmer liegen in der Gebäudemitte. Hier konnten großflächige Glasfronten eingebaut werden, die eine Sicht in den Garten und über die jenseits der Straße angrenzenden Felder ermöglichen.
Der zweigeschossige Bau wurde in Holzrahmenbauweise errichtet und weist den aktuell höchsten, von der KFW geförderten, Energieeffizienz-Standard „Effizienzhaus 40“ auf. Die Nachhaltigkeit setzt sich auch bei der Wärmegewinnung fort. Schräg gegenüber des Lobetaler Neubaus, auf der anderen Straßenseite, haben die Unternehmer Cord Bruns und Sören Schrader (B&S Energie GbR) ein Biomasseheizkraftwerk gebaut. Hier wird Wärme durch das Verbrennen von Hackschnitzeln gewonnen. Der Lobetaler Neubau ist mit diesem Biomasseheizkraftwerk über ein Nahwärmenetz verbunden. Im Zuge der Baumaßnahmen konnten erfreulicherweise auch fast alle weiteren Gebäude der Lobetaler Zweigeinrichtung in Altencelle an dieses Nahwärmenetz angeschlossen werden.
Das neue Juwel im Idyll lässt sich kennenlernen. Am 26. April feiert die Lobetalarbeit in ihrer Zweigeinrichtung in Altencelle ihr Hausfest. Im Rahmen des Festes kann dann das neue Wohnheim auch besichtigt werden.
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