Der Weg zur neuen Heizung
Bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten für eine Wärmepumpe übernimmt der Staat
20.10.2026
DJD/Stiebel Eltron
(DJD). Die Modernisierung veralteter Heizsysteme wird für Eigenheimbesitzer jetzt finanziell noch attraktiver: Wer sich von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas verabschiedet und auf eine Wärmepumpe umsteigt, kann sich einen staatlichen Zuschuss von bis zu maximal 80 Prozent sichern. Die sieht die neue Fassung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vor, die im Juli 2026 verabschiedet wurde.
So viel Förderung ist drin
Mit der Neuregelung können mehr Modernisierer vom einkommensabhängigen Bonus profitieren. Besonders attraktiv ist die Förderung zudem, wenn mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt. Für bestimmte Einkommensgruppen erhöht sich mit den aktuellen BEG-Bedingungen die Maximalförderung von bislang 70 auf nunmehr 80 Prozent. „Entgegen vieler Aussagen kann die neue Förderung mindestens in den kommenden Monaten für Verbraucher sogar höher ausfallen als zuvor“, ordnet Burkhard Max von Stiebel Eltron ein. Ein Rechenbeispiel dazu: Waren zuvor für den Heizungstausch im Einfamilienhaus maximal 21.000 Euro Zuschuss möglich, sind es nun bis zu 22.400 Euro. Bestimmte Antragsteller, die vorher 10.500 Euro Zuschuss erhalten hätten, können jetzt mit bis zu 16.800 Euro rechnen.
Zuschüsse online errechnen
Wer ermitteln will, wie hoch der individuelle Zuschuss ausfallen könnte, findet etwa unter www.stiebel-eltron.de/foerderrechner eine nützliche Hilfestellung. Wenige Angaben reichen für eine erste Berechnung aus: Art und Alter der bisherigen Heizung, die voraussichtlichen Gesamt-Investitionskosten sowie das zu versteuernde Haushaltseinkommen. Tipp: Gerade bei diesem Punkt sollte man genau hinschauen, denn das zu versteuernde Haushaltseinkommen liegt insbesondere bei Familien in der Regel deutlich unter dem „normalen“ Jahreseinkommen. Burkhard Max erklärt: „Da zusätzlich bei mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt noch einmal 10.000 Euro abgezogen werden und außerdem die Maximalgrenze von 40.000 auf 50.000 Euro erhöht wurde, kommen nun mehr Menschen in den Genuss des Einkommensbonus.“
Förderung wird langfristig sinken
Die aktuellen Förderbedingungen gelten bis Ende Januar 2027. Danach verringern sich einzelne Bestandteile erstmals und in der Folge halbjährlich. Die maximal förderfähigen Investitionskosten sowie der sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus wurden bereits ab sofort abgesenkt. Hauseigentümer, die einen Heizungswechsel zur Wärmepumpe planen, sollten die Entscheidung daher nicht zu lange hinauszögern. Denn auf lange Sicht wird die BEG-Förderung geringer ausfallen.
Weitere Berichte aus der Kategorie
Dies könnte Sie auch interessieren
Alle Themen









