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18 Mai 2021

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Eine perfekte Verbindung

Sanierung von Trakt 5 der BBS II

14.05.2019

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Die Berufsbildende Schule BBS II am Lönsweg ist ein Ensemble mit einer Vielzahl bestehender Baukörper, die schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben. Die ältesten von ihnen stammen aus den 60er Jahren, die bis heute maßgeblichen Erweiterungen wurden in den 70er Jahren realisiert. Das muss an sich kein Manko sein, hat aber vor allem einen Nachteil: Die aktuellen Anforderungen an energetische Eigenschaften und den Brandschutz sind oft nicht erfüllt, und das kann Konsequenzen haben.

So war am Ende eine nicht bestandene Brandschutzübung der Grund dafür, den Trakt 5 der BBS II in einer umfassenden Maßnahme grundlegend zu sanieren. Der Baukörper aus den 70er Jahren war zudem mit seiner in den 80er Jahren nachgerüsteten Innendämmung auch energietechnisch nicht mehr auf dem Stand der Zeit.

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Wie schon in vielen erfolgreichen Maßnahmen der letzten Jahre realisierte auch bei dieser Sanierung der Landkreis Celle ein hauseigenes Konzept. Nach sorgfältiger Kosten-Nutzen-Abwägung entschloss man sich für eine vollständige Entkernung des Traktes, die mit Beginn der Sommerferien 2017 angegangen wurde, um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Stehengeblieben ist schließlich nur der Stahlbetonskelettbau, der so eine räumliche Neuordnung und die Verwirklichung des geforderten zweiten baulichen Rettungsweges ermöglichte.

Der Trakt verbindet die BBS II mit der benachbarten Paul Klee-Schule. In Absprache mit beiden Bildungsinstitutionen und nach Analyse des künftigen Raumbedarfs fiel die Entscheidung, zusätzliche Fläche durch eine Etagenaufstockung in Holztafelbauweise zu schaffen.

Die Schulen hatten auch bei der Aufteilung der Räumlichkeiten ein Mitspracherecht. Entstanden sind freundliche, modern nach heutigen Ansprüchen gestaltete Unterrichtsräume mit großen Fensterflächen. So kann das Tageslicht hineinfluten, während eine automatische Verschattungsanlage dafür sorgt, dass in den Sommermonaten die Hitze draußen bleibt. Die unteren drei Etagen sind in Harmonie zu den angeschlossenen Bestandsgebäuden mit einer Metallfassade eingekleidet, das Dachgeschoss und das Treppenhaus haben ein Wärmedämmverbundsystem erhalten.

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Auf einer Bruttogeschossfläche von etwa 2.000 Quadratmetern wurden über die notwendigen Nutzflächen hinaus 16 Unterrichtsräume und drei Gruppenräume umgesetzt. Auch die pädagogisch geforderten Koch- und Pausenräume finden sich im neuen Trakt 5.

Ein weiteres Mal ist es dem Landkreis Celle hier gelungen, durch den intelligenten Umgang mit Bestandsgebäuden Prolemstellungen zu lösen, ohne dabei auf aufwändigere Neubaumaßnahmen zurückgreifen zu müssen. Doch ein guter Plan ist nur dann wirklich gut, wenn er unter dem Strich auch aufgeht. Das ist hier definitiv geschehen: Die anvisierte Bauzeit wurde eingehalten, der angesetzte Etat von 3,8 Millionen Euro sogar unterschritten. Die Komplettsanierung stellt damit sicher, dass an diesem ehrwürdigen Bildungsort nicht nur bauliche Vergangenheit zu entdecken ist, sondern auch pädagogische Zukunft – in neuen, hellen, großzügigen Räumen, in denen Schule und Spaß auf keinen Fall im Widerspruch stehen werden.

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