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21 Mai 2024

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Kernsanierung des Laurentiushauses

Paradebeispiel für Klimaschutz

06.03.2024

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Die „Bewahrung der Schöpfung“ ist ein zentrales Anliegen kirchlicher Gemeinden. Deshalb gehört auch der Klimaschutz heute fest ins Repertoire des kirchlichen Engagements. Das gilt selbstverständlich auch für die St. Laurentius-Gemeinde in Nienhagen. Sie zeigt mit der umfangreichen Sanierung ihres Laurentiushauses, wie ernst ihr das Anliegen ist.

Zunächst zur Vorgeschichte: Das Gebäude, das in unmittelbarer Nähe zur St. Laurentius-Kirche steht, wurde 1962 errichtet und diente zunächst vorrangig dem Kirchenkreis. Die Nutzung wurde allerdings im Laufe der Zeit für weitere Gruppen und auch außerkirchliche Initiativen und Veranstaltungen geöffnet, sodass ein lebendiges Gemeindehaus entstand, das das örtliche Kultur- und Freizeitangebot bereicherte.

Die Überlegung, das Laurentiushaus zu sanieren, stand schon seit vielen Jahren im Raum – und es darf ausnahmsweise mal als Glücksfall begriffen werden, dass man mit der Planung und Umsetzung eine ganze Weile gewartet hat. Denn der Zeitpunkt, an dem man sich für den Beginn der Baumaßnahme entschied, war ideal. „Wir konnten die Kernsanierung nur mit einem Mix aus Förderungen realisieren“, sagt Harald Schilbock, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, „und als wir startklar waren, stand uns genau der passende Mix zur Verfügung und konnte erfolgreich beantragt werden.“ Dass die eingeworbenen Fördermittel eine überdurchschnittliche Performance bedeuten, kann Schilbock fachlich fundiert beurteilen, denn er arbeitet als Fundraiser für die Kirchenkreise Celle und Soltau – der Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten gehört also zu seinem Tagesgeschäft.

Einen weiteren Glücksfall fand die Gemeinde in der Zusammenarbeit mit bwp ARCHITEKTEN Nilsson Witt Reinken. Man verstand sich auf Anhieb, zog am selben Strang und verlor auch angesichts des umfangreichen To-Do-Katalogs das Ziel nie aus den Augen. Im Resultat lässt sich auch hier eine außergewöhnliche Performance bescheinigen, denn die Bauzeit der kompletten Kernsanierung betrug lediglich rund ein Jahr – trotz des regnerischen Frühlings, der immer wieder die Arbeiten am Dach unmöglich machte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist mittlerweile feierlich eingeweiht. Entstanden ist ein Null-Emissions-Haus, das allen Anforderungen an Ressourcenschonung und Klimaschutz genügt – von der Verwendung nachhaltigen Dämmmaterials bis zur Haustechnik auf Höhe der Zeit. Auch hier hat es sich als positiver Faktor erwiesen, mit der Maßnahme gewartet zu haben. Denn während in einem früheren Planungsentwurf noch auf Gastechnik gesetzt wurde, sorgt nun eine moderne Wärmepumpe für behagliche Temperaturen. Und das sogar im heißen Sommer, denn durch das zusätzliche Kühlungsmodul kann die Wärme bei Bedarf um ein paar Grad gesenkt werden, was vor allem vulnerablen Gruppen zugute kommt, die sich im Laurentiushaus treffen.

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Das Raumangebot ist so vielfältig wie das Programm, das nun im sanierten Haus stattfindet. In der unteren Etage finden sich drei Veranstaltungsflächen unterschiedlicher Größe, wobei die größte durch zwei Türen sogar noch durch den Flur erweitert werden kann. Außerdem steht den Nutzerinnen und Nutzern eine moderne Küche zur Verfügung. Im oberen Stockwerk ist der Jugendraum untergebracht, ergänzt durch zwei weitere kleinere Veranstaltungsräume, in denen beispielsweise Sprachkurse für Geflüchtete gegeben werden. Außerdem ist im Laurentiushaus noch eine 90 Quadratmeter große Wohnung realisiert worden, die schon an eine junge Familie vermietet ist.

„Die Gemeinde in Nienhagen ist wirklich sehr aktiv“, freut sich Harald Schilbock, „mit dem neuen Laurentiushaus haben wir nicht nur dazu beigetragen, die Schöpfung zu bewahren – wir haben auch einen wundervollen Ort geschaffen, an dem die vielen kirchlichen und kommunalen Aktivitäten ihr Zuhause finden.“

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bwp NILSSON WITT

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Cornils Bergen

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