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18 Mai 2021

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Sanierung der Oberschule Wathlingen

Farbige Fassade, freundliche Innenräume

15.12.2019

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Wenn Schulgebäude in die Jahre kommen, stellt sich eine entscheidende Frage: Abreißen und neu bauen oder den Bestand sanieren? Nicht anders im Fall der Oberschule in Wathlingen, einem typischen Betonbau der 70er Jahre, der allein schon aus energetischer Perspektive nicht mehr den zeitgemäßen Standards entsprach.

Letztlich ist diese Entscheidung immer auch eine Rechenaufgabe. Denn der Abriss einer Schule führt unweigerlich zur Notwendigkeit, den Schulbetrieb für die Dauer des Neubaus in provisorischen Unterkünften zu organisieren, was ein erheblicher Kostenfaktor werden kann. Das Beispiel der Wathlinger Oberschule zeigt, dass sich sogar die vollständige Entkernung und Sanierung der bestehenden Gebäudetrakte als effizientere Lösung erweisen kann.

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Das Projekt war auf mehrere Jahre angelegt und startete 2012 mit der Sanierung des Forums der Schule. 2014 kam der Klassentrakt Süd an die Reihe, 2015 folgten die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht. 2016 standen Musik und Technik auf der Agenda, 2017 wurde der Bereich für den Kunstunterricht angegangen. 2018 gingen die Arbeiten im Klassentrakt Nord über die Bühne, wonach 2019 noch die Schnittstellen zwischen den verschiedenen sanierten Flächen auf Stand gebracht werden mussten. Damit sind die Sanierungsarbeiten so gut wie abgeschlossen, lediglich einige kleinere Restarbeiten stehen noch für 2020 im Kalender.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Sanierung zählte, wie eingangs erwähnt, die energetische Verbesserung. Dabei wurde die gesamte Gebäudehülle angefasst und mit zeitgemäßer Dämmung ausgerüstet. So konnte im Endeffekt für die Oberschule der aktuelle Standard eine KfW-Effizienzhauses realisiert werden.

Doch auch die optische Aufwertung war Teil des Projektes, was auf den ersten Blick bereits erkennbar ist: Die ehemals eher schlichte und eintönige Fassade setzt heute mit einer frischen farbigen Gestaltung selbstbewusste Akzente. Auch in den Innenräumen wurde konsequent auf freundliche Atmosphäre gesetzt. Sämtliche Böden und Decken wurden erneuert und dabei neben visuellen Verbesserungen auch auf die Verwirklichung einer angenehmen Akustik geachtet. Haustechnisch befindet man sich ebenfalls auf neuestem Stand der Zeit. Denn auch wenn heutzutage ein Beleuchtungskonzept auf LED-Basis langsam zur Norm wird, realisierte man dieses hier bereits 2012 im Schulforum, als LED-Technologie noch ziemliches Neuland war.

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Logistisches Fingerspitzengefühl war ebenfalls im Spiel. Denn sämtliche Sanierungsarbeiten fanden während des laufenden Schulbetriebs statt, wobei man versuchte, lärmintensive Maßnahmen wie Abrissarbeiten möglichst in die langen Sommerferien zu legen. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und dem Landkreis Celle als Bauherren und planender Instanz verlief überaus harmonisch und gestattete jederzeit, eigene Ideen und Wünsche einzubringen und so praktische Erfahrungen aus dem Lehrbetrieb beizutragen.

Atmosphärisch ist jedenfalls alles auf Lernen mit Freude eingestellt. Und sogar ein kleines Experiment fand Platz. Denn ein Klassenzimmer wurde als Musterraum mit einer Beleuchtung ausgestattet, die verschiedene Farbklimas erzeugen kann, vom hellen Standardlicht bis zu stimmungsvollen Rottönen. Ein schönes Sinnbild dafür, dass Bildung die Voraussetzung für eine funktionierende bunte Gesellschaft ist, die von Vielfalt und Austausch geprägt ist.

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